Vergleich
Schweißgerät mit 230 V oder 400 V: Lichtstrom gegen Drehstrom
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Kurz gesagt
Ein Gerät mit 230 V läuft an der normalen Steckdose mit 16 A und reicht für Blech bis einige Millimeter und für die meisten Hobbyarbeiten. Ein 400-V-Gerät braucht einen Drehstromanschluss (CEE-Steckdose), liefert dafür mehr Strom bei höherer Einschaltdauer und eignet sich für dickes Material und lange Nähte. Entscheidend ist, welcher Anschluss vorhanden ist und wie dick und wie lange Sie schweißen.
Telwin
Telwin Maxima 190 Synergic für 16-A-Haushaltssteckdosen
170 A · keine Angabe · Spulen 100 und 200 mm
Preis bei Amazon prüfenWerbelinkSKANDI KRAFT
SKANDI KRAFT iTECH MIG 350 4R: Dual Pulse an 400 V
Puls und Doppelpuls · 350 A · ja, laut Hersteller
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- Telwin Maxima 190 Synergic für 16-A-Haushaltssteckdosen
- MIG-Strom
- 170 A
- Gewicht
- 9,91 kg
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- MIG-Strom
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Unser Fazit
Für Garage und Hobbywerkstatt mit Haushaltssteckdose ist ein 230-V-Gerät wie das Telwin Maxima 190 Synergic die praktische Wahl. Wer Drehstrom hat, dickes Material schweißt und lange Nähte braucht, ist mit einem 400-V-Gerät wie dem SKANDI KRAFT iTECH MIG 350 4R besser bedient.
Bei MIG/MAG-Schweißgeräten ist die Netzspannung eine der ersten Weichen. Geräte für 230 V passen an die Haushaltssteckdose, Geräte für 400 V brauchen Drehstrom, wie er in vielen Werkstätten und Garagen mit CEE-Steckdose vorhanden ist. Dieser Vergleich erklärt, was die Spannung für Leistung und Einschaltdauer bedeutet, welche Anschlussfragen Sie klären sollten und welche Geräteklasse zu welchen Arbeiten passt. Als Beispiele dienen das Telwin Maxima 190 Synergic und das SKANDI KRAFT iTECH MIG 350 4R.
Warum die Netzspannung die Leistung begrenzt
Ein Schweißgerät nimmt Leistung aus dem Netz auf und gibt sie als niedrige Spannung mit hohem Strom an den Lichtbogen ab. Eine Haushaltssteckdose mit 16 A Absicherung begrenzt die mögliche Aufnahmeleistung. Deshalb liegen 230-V-Geräte für den Hausanschluss meist bei 160 bis 200 A Schweißstrom, oft mit einer Einschaltdauer, die bei hohen Strömen deutlich sinkt.
Drehstrom verteilt die Leistung auf drei Phasen. Damit sind höhere Schweißströme bei höherer Einschaltdauer möglich, ohne die einzelne Leitung zu überlasten. Deshalb sind Profigeräte ab etwa 250 A sehr oft für 400 V gebaut.
Zwei Beispiele aus den Ratgebern
Das Telwin Maxima 190 Synergic ist ein 170-A-Gerät für 230 V mit 16 A und laut Hersteller für 3-kW-Haushaltszähler ausgelegt. Es nimmt Drahtspulen mit 100 und 200 mm Durchmesser auf, ist ab Werk für Fülldraht vorbereitet und mit einem Bausatz auf Schutzgas umrüstbar. Das SKANDI KRAFT iTECH MIG 350 4R ist ein 350-A-Gerät für 400 V mit Puls, Doppelpuls und 4-Rollen-Vorschub. Der Hersteller nennt 60 Prozent Einschaltdauer bei 248 A und 40 Grad.
| Merkmal | Telwin Maxima 190 Synergic | SKANDI KRAFT iTECH MIG 350 4R |
|---|---|---|
| Netz | 230 V, 16 A | 400 V |
| Schweißstrom | 170 A | 350 A |
| Einschaltdauer | keine Angabe im Listing | 60 % bei 248 A, 40 Grad |
| Steuerung | Synergie, Mikroprozessor | Auto und Manuell, Puls, Doppelpuls |
| Drahtvorschub | Spulen 100 und 200 mm | 4 Rollen |
| Generator | 230 V plus/minus 15 % | keine Angabe |
| Gewicht | 9,91 kg | keine Angabe |
Anschluss klären, bevor Sie kaufen
Für ein 230-V-Gerät brauchen Sie einen eigenen Stromkreis mit 16 A, idealerweise ohne weitere große Verbraucher. Lange, dünne Kabeltrommeln senken die Spannung am Gerät und können zum Auslösen führen. Details dazu stehen im Beitrag Welche Sicherung und Steckdose braucht ein Schweißgerät.
Für ein 400-V-Gerät benötigen Sie eine CEE-Drehstromsteckdose mit passender Absicherung, meist 16 A oder 32 A je nach Gerät. Prüfen Sie den Stecker des Geräts und die Angabe zur Netzabsicherung auf dem Typenschild. Fehlt ein Drehstromanschluss, muss ihn eine Elektrofachkraft installieren.
Hinweis:Arbeiten an der Hausinstallation, neue Steckdosen und Änderungen an Sicherungen gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Betreiben Sie Schweißgeräte nur an Anschlüssen, die zum Typenschild passen.
Welche Arbeiten welches Gerät verlangen
Für Karosserie, Dünnblech, Geländer, Anhänger und Metallbau im Hobbybereich reicht ein gutes 230-V-Gerät mit 160 bis 200 A. Dicke Bleche lassen sich mehrlagig schweißen, das kostet nur mehr Zeit. Eine Auswahl finden Sie unter Die besten MIG/MAG-Schweißgeräte und für Blecharbeiten unter Schweißgeräte für Karosserie und Dünnblech.
Ein 400-V-Gerät lohnt sich, wenn Sie regelmäßig Material ab etwa 8 bis 10 mm schweißen, lange Nähte am Stück ziehen, mit 1,0- oder 1,2-mm-Draht arbeiten oder gewerblich fertigen. Dann zahlt sich die höhere Einschaltdauer täglich aus. Die passende Stromstärke für Ihre Aufgabe schätzt der Beitrag Wie viel Ampere braucht ein Schweißgerät ab.
- 230 V: Garage, Hobbywerkstatt, Montage, Generator
- 400 V: Betrieb, Schlosserei, Landwirtschaft, dicke Profile
- Beides: vorher Anschluss und Absicherung prüfen
Mobilität und Folgekosten
230-V-Inverter sind meist leichter und lassen sich zu Kunden oder auf die Baustelle mitnehmen, wo es nur Schuko-Steckdosen gibt. Viele vertragen auch den Betrieb an einem ausreichend großen Generator. 400-V-Geräte sind größer, oft auf Rollen und mit großen Drahtrollen ausgestattet und bleiben eher in der Werkstatt.
Bei den Verschleißteilen unterscheiden sich beide Klassen wenig. Größere Geräte nutzen aber oft stärkere Brenner, die für höhere Ströme ausgelegt sind. Achten Sie darauf, dass Brenner und Verschleißteile im Handel gut erhältlich sind.
Umschaltbare Geräte und Mehrspannungsgeräte
Einige Hersteller bieten Geräte an, die sowohl an 230 V als auch an 400 V arbeiten, entweder automatisch oder über einen Umschalter. An 230 V liefern sie dann weniger Strom oder eine geringere Einschaltdauer als an Drehstrom. Für Anwender, die zwischen Werkstatt mit CEE-Anschluss und Einsätzen an der Haussteckdose wechseln, kann das eine praktische Lösung sein. Achten Sie im Datenblatt darauf, welche Werte für welche Spannung gelten.
Häufige Fragen
Kann ich ein 400-V-Gerät an 230 V betreiben? Nur wenn der Hersteller ausdrücklich beide Spannungen zulässt. Einige Geräte sind umschaltbar, die meisten nicht.
Reicht ein 230-V-Gerät für 10 mm Stahl? Mehrlagig mit Nahtvorbereitung ist das bei vielen Geräten möglich, aber langsam. Für häufige Arbeiten an dickem Material ist Drehstrom sinnvoller.
Fliegt bei 230-V-Geräten oft die Sicherung? Bei hohen Strömen kann das passieren, besonders mit Sicherungen der Charakteristik B. Mehr dazu unter Schweißgerät schaltet ab.
Braucht ein Gerät mit 400 V mehr Strom? Es kann mehr Leistung aufnehmen, weil es mehr Schweißstrom liefert. Für dieselbe Naht mit demselben Strom ist der Verbrauch ähnlich.
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Telwin Maxima 160 Synergic: ab Werk Fülldraht, Gas optional