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Ratgeber

Schweißkurs: was er kostet und wie lange er dauert

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Wer schweißen lernen möchte, kann sich vieles selbst beibringen. Ein Kurs spart aber Zeit, vermittelt die richtige Technik von Anfang an und bringt die Sicherheitsregeln mit. Diese Seite gibt einen Überblick darüber, welche Kursarten es gibt, wie lange sie typischerweise dauern, wovon die Kosten abhängen und welche Förderungen es geben kann. Konkrete Gebühren nennen wir nicht, weil sie je nach Region und Anbieter stark schwanken. Fragen Sie die Preise direkt beim Anbieter an.

Kursarten im Vergleich

Für die meisten Heimwerker ist ein Einsteigerkurs an der VHS oder bei einer privaten Schweißschule ein guter Start. Wer beruflich schweißen möchte oder einen Nachweis braucht, wählt einen Lehrgang mit Prüfung, etwa bei einer DVS-Bildungseinrichtung oder einer Handwerkskammer.

Wie lange ein Schweißkurs dauert

Ein Schnupper- oder Grundkurs für Hobbyschweißer umfasst häufig ein Wochenende oder mehrere Abendtermine. In dieser Zeit lernen Sie die Sicherheitsregeln, das Einstellen des Geräts, das Zünden und einfache Nähte in Wannenlage. Für eine solide Grundlage in einem Verfahren reicht das oft aus, die eigentliche Übung kommt danach.

Lehrgänge, die auf eine Schweißerprüfung nach EN ISO 9606-1 vorbereiten, dauern deutlich länger. Je nach Verfahren, Vorkenntnissen und Prüfumfang sind mehrere Wochen in Vollzeit üblich. Wer mehrere Verfahren lernen möchte, zum Beispiel MAG, E-Hand und WIG, plant entsprechend mehr Zeit ein. Die Anbieter nennen die Dauer in ihren Kursbeschreibungen.

  • Schnupperkurs: wenige Stunden bis ein Tag.
  • Grundkurs für Hobbyschweißer: ein bis zwei Tage oder mehrere Abende.
  • Aufbaukurs, etwa WIG oder Aluminium: ein bis mehrere Tage.
  • Lehrgang mit Schweißerprüfung: mehrere Wochen, abhängig vom Verfahren.

Wovon die Kosten abhängen

Die Gebühren unterscheiden sich stark zwischen Anbietern und Regionen. Einige Faktoren bestimmen dabei fast immer den Rahmen. Fragen Sie vor der Anmeldung, was im Preis enthalten ist, damit Sie Angebote fair vergleichen können.

  • Dauer und Stundenumfang: der größte Faktor.
  • Verfahren: WIG und Aluminium sind wegen Gas und Material oft aufwendiger als E-Hand.
  • Gruppengröße: kleine Gruppen bedeuten mehr Zeit am Gerät pro Person.
  • Material, Gas und Elektroden: manchmal inklusive, manchmal extra berechnet.
  • Schutzausrüstung: Leihausrüstung kann inbegriffen sein oder muss mitgebracht werden.
  • Prüfungsgebühren: bei Lehrgängen mit Schweißerprüfung oft gesondert.

Förderungen und Kostenübernahme

Für berufliche Weiterbildungen gibt es in Deutschland verschiedene Fördermöglichkeiten. Arbeitsuchende können sich bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter nach einem Bildungsgutschein erkundigen, wenn ein Schweißlehrgang die Chancen auf einen Arbeitsplatz verbessert. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Lehrgang bei einem zugelassenen Träger stattfindet.

Beschäftigte können fragen, ob der Arbeitgeber die Kosten übernimmt, denn geprüfte Schweißer werden in vielen Betrieben gebraucht. Für Hobbykurse gibt es in der Regel keine Förderung. Beachten Sie, dass sich Förderprogramme ändern können, die aktuelle Auskunft gibt die zuständige Stelle.

So finden Sie den passenden Kurs

Einen Überblick über die Verfahren gibt der Beitrag Schweißverfahren nach ISO 4063. Wie Sie nach dem Kurs zu Hause weiterlernen, zeigt Schweißen lernen für Anfänger.

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    Ziel festlegen: Hobby, Reparaturen am Auto oder beruflicher Nachweis.

  2. 2

    Verfahren wählen: MAG für schnellen Einstieg, E-Hand für robuste Reparaturen, WIG für Edelstahl und Aluminium.

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    Anbieter in der Nähe vergleichen: VHS, private Schulen, Handwerkskammer, DVS-Kursstätten.

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    Fragen klären: Gruppengröße, Zeit am Gerät, Material inklusive, Schutzausrüstung.

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    Nach dem Kurs regelmäßig üben, idealerweise mit einem eigenen Gerät.

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Was Sie zum Kurs mitbringen

Viele Kurse stellen Geräte, Material und Schutzhelme. Fragen Sie trotzdem nach, was Sie selbst mitbringen sollen. Üblich ist feste, schwer entflammbare Arbeitskleidung aus Baumwolle oder Schweißerschutzkleidung, Sicherheitsschuhe und lange Ärmel. Kunstfasern sind ungeeignet, weil sie bei Funkenflug schmelzen und an der Haut kleben können.

Wenn Sie bereits einen eigenen Schweißhelm oder Handschuhe besitzen, können Sie diese oft mitnehmen. Welche Ausrüstung sinnvoll ist, erklärt der Beitrag Schutzausrüstung beim Schweißen.

Hinweis:Auch im Kurs gilt: Augen, Haut und Atemwege schützen, Anweisungen der Kursleitung befolgen und nie ohne Schutz in den Lichtbogen schauen. Brennbare Gegenstände wie Feuerzeuge gehören nicht in die Hosentasche beim Schweißen.

Häufige Fragen

Kann man an der Volkshochschule schweißen lernen? Ja, viele Volkshochschulen bieten Schweißkurse an, oft in Kooperation mit Berufsschulen oder Werkstätten. Das Angebot unterscheidet sich je nach Ort, ein Blick ins aktuelle Programm lohnt sich.

Reicht ein Wochenendkurs, um selbst zu schweißen? Für einfache Arbeiten an Stahl ist er eine gute Grundlage. Sichere Nähte entstehen aber erst durch regelmäßige Übung nach dem Kurs.

Brauche ich als Hobbyschweißer einen Schweißschein? Für private Arbeiten an eigenen, nicht tragenden Teilen ist kein Nachweis vorgeschrieben. Für bestimmte Bauteile, etwa im Stahlbau oder an Fahrzeugen, gelten eigene Regeln.

Welches Verfahren sollte ich im ersten Kurs lernen? Für die meisten Einsteiger ist MAG oder E-Hand sinnvoll. WIG lohnt sich als zweiter Schritt, wenn Sie Edelstahl oder Aluminium schweißen möchten.

Was Sie dafür brauchen