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Vergleich

GYS oder Telwin: zwei Elektrodengeräte im direkten Vergleich

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  • GYS

    GYS GYSMI E200 FV: 5 bis 200 A an 110 bis 230 V

    5-200 A · keine Angabe · Hot Start, Arc Force, Antiticking

  • Telwin

    Telwin T-Arc 184: 170 A für 3-kW-Hausanschlüsse

    bis 170 A · Rutil, basisch, Edelstahl, Guss bis 4 mm · Arc Force, Hot Start, Anti-Stick

GYS aus Frankreich und Telwin aus Italien gehören zu den bekannten europäischen Herstellern von Schweißgeräten, die auch im Heimwerkerhandel stark vertreten sind. Dieser Vergleich stellt zwei Elektrodengeräte gegenüber, die in unserem Ratgeber zu Elektroden-Schweißgeräten auftauchen: das GYSMI E200 FV und das Telwin T-Arc 184. Sie erfahren, worin sich Strombereich, Netzanschluss, Schweißhilfen und Lieferumfang unterscheiden, und welches Gerät zu welchem Einsatz passt. Alle Produktangaben stammen aus den Herstellerbeschreibungen.

Die beiden Geräte im Überblick

Beide Geräte sind Inverter für das Elektrodenschweißen (Verfahren 111) und beherrschen zusätzlich WIG mit Lift-Zündung, wenn Sie einen passenden WIG-Brenner mit Gasventil anschließen. Die Unterschiede liegen im Strombereich, in der Netzflexibilität und in den Zusatzfunktionen.

Die folgende Tabelle fasst die Angaben aus den Produktbeschreibungen zusammen. Werte, die dort nicht genannt sind, haben wir bewusst weggelassen, statt sie zu schätzen.

Strombereich und Elektroden

Mit bis zu 200 A kann das GYSMI E200 FV auch dickere Elektroden versorgen, für die ein 170-A-Gerät an seine Grenze kommt. Als grobe Faustregel brauchen Rutilelektroden etwa 30 bis 40 A je Millimeter Durchmesser. Eine 3,2-mm-Elektrode läuft damit meist zwischen 90 und 140 A, eine 4,0-mm-Elektrode eher im Bereich darüber. Die genauen Werte stehen auf der Elektrodenpackung. Unsere Elektroden-Tabelle gibt Richtwerte nach Durchmesser.

Das Telwin T-Arc 184 nennt Elektroden bis 4 mm, darunter Rutil, basische, Edelstahl- und Gusselektroden. Für die typischen Heimwerkeraufgaben mit 2,5- und 3,2-mm-Elektroden an Geländern, Toren oder Anhängern reicht das gut aus. Wer häufig mit 4-mm-Elektroden an dickem Material arbeitet, hat beim GYS mehr Reserve. Welche Elektrode wofür passt, erklärt der Beitrag Elektrodenarten und welche man nimmt.

Netzanschluss und Einsatz unterwegs

Ein klarer Unterschied liegt beim Netz. Das GYS-Gerät ist laut Hersteller für 110 bis 230 V ausgelegt. Das ist praktisch, wenn Sie an schwachen Anschlüssen, auf Baustellen oder im Ausland arbeiten. Bei niedriger Spannung sinkt allerdings bei allen Geräten der erreichbare Strom, das Datenblatt nennt dazu meist eigene Werte.

Telwin betont die Auslegung auf 230 V mit 16 A und 3-kW-Hausanschlüsse sowie den Betrieb an Motorgeneratoren mit 230 V plus/minus 15 Prozent. Für den Garten, die Garage und die Werkstatt an der Haussteckdose ist das ein sinnvoller Schwerpunkt. Wie Sie die passende Absicherung finden, steht im Beitrag Welche Sicherung und Steckdose braucht ein Schweißgerät.

  • Wechselnde Einsatzorte, schwache Netze: Vorteil GYS durch den weiten Spannungsbereich
  • Hausanschluss mit 16 A, Generator: Telwin nennt diese Fälle ausdrücklich
  • Häufiges Tragen: Telwin ist laut Angabe das leichtere Gerät

Schweißhilfen und WIG

Beide Geräte haben die drei üblichen Hilfen: Hot Start erhöht kurz den Strom beim Zünden, Arc Force stützt den Lichtbogen bei kurzer Bogenlänge, Anti-Stick senkt den Strom, wenn die Elektrode festklebt. Gerade für Einsteiger machen diese Funktionen das Zünden deutlich leichter. Hilfreich dazu: Elektrode klebt am Werkstück fest.

Das GYSMI E200 FV nennt zusätzlich gepulstes Elektrodenschweißen, das beim Schweißen in Zwangslagen und an dünnerem Material helfen kann. Für WIG gilt bei beiden: Es handelt sich um Gleichstrom mit Lift-Zündung. Damit schweißen Sie Stahl und Edelstahl, aber kein Aluminium. Dafür brauchen Sie ein AC/DC-Gerät, wie sie im Ratgeber WIG-Schweißgeräte AC/DC für Aluminium stehen.

Hinweis:Elektrodenschweißen erzeugt UV-Strahlung, Funkenflug und Rauch. Arbeiten Sie nur mit Automatik-Schweißhelm, Lederhandschuhen und schwer entflammbarer Kleidung, mit guter Belüftung und ohne brennbare Stoffe in der Nähe. Beachten Sie die Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung.

Welches Gerät zu welchem Einsatz passt

Für Reparaturen am Hof, an Toren und Metallgestellen mit Elektroden bis 3,2 mm, betrieben an der Haussteckdose oder einem Generator, ist das Telwin T-Arc 184 eine schlanke Wahl. Für Anwender, die mehr Stromreserve für 4-mm-Elektroden, gepulstes E-Hand und flexible Netzspannung wollen, spricht mehr für das GYS GYSMI E200 FV.

Weitere Elektrodengeräte beider Marken und anderer Hersteller finden Sie im Ratgeber Die besten Elektroden-Schweißgeräte. Wenn Sie noch unsicher sind, ob es überhaupt E-Hand sein soll, hilft E-Hand oder MIG/MAG.

Elektroden-Schweißgeräte vergleichen →

Häufige Fragen

Ist GYS oder Telwin die bessere Marke? Beide Hersteller bieten eine breite Palette vom Einsteiger- bis zum Profigerät. Vergleichen Sie einzelne Modelle derselben Klasse, nicht Markennamen.

Kann ich mit diesen Geräten Aluminium schweißen? Nicht mit WIG, weil beide nur Gleichstrom liefern. Mit speziellen Aluminiumelektroden ist E-Hand an Alu möglich, aber schwierig. Mehr dazu unter Aluminium schweißen.

Reicht eine normale Schuko-Steckdose? Telwin nennt 230 V mit 16 A. Prüfen Sie, wie Ihr Stromkreis abgesichert ist, und vermeiden Sie lange, dünne Verlängerungskabel.

Brauche ich für WIG zusätzliches Zubehör? Ja. Sie benötigen einen WIG-Brenner mit Gasventil, Argon, einen Druckminderer und Wolframelektroden.

Was Sie dafür brauchen