Vergleich
Inverter oder Trafo-Schweißgerät: was heute sinnvoll ist
Veröffentlicht am
Hinweis: Diese Seite enthält Werbelinks (Affiliate-Links) zu Amazon. Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu
Kurz gesagt
Für die meisten Heimwerker ist ein Inverter heute die bessere Wahl: Er ist deutlich leichter, kommt oft mit einer normalen 16-A-Steckdose aus und bietet Zündhilfen wie Hotstart und Anti-Stick. Ein Transformatorgerät ist schwer und braucht mehr Netzleistung, gilt aber als einfach aufgebaut und unempfindlich. Interessant ist es vor allem gebraucht, wenn ein passender Starkstromanschluss vorhanden ist.
Passende Produkte
Alle 8 Produkte im VergleichGYS ProGYS 200 CEL: auch für Zelluloseelektroden
Preis bei Amazon prüfenWerbelinkGYS GYSTEC 200 LA: 200 A mit WIG-Lift im Koffer
Preis bei Amazon prüfenWerbelinkESAB Rogue ES 151iP: 150 A mit MMA-Puls, 6,8 kg
Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Im Gebrauchtmarkt und in alten Werkstätten finden sich noch viele schwere Trafo-Schweißgeräte, im Handel dominieren dagegen kompakte Inverter. Dieser Vergleich erklärt, wie beide Bauarten den Netzstrom in Schweißstrom umwandeln, was das für Gewicht, Hausanschluss und Lichtbogen bedeutet und worauf Sie bei der Haltbarkeit achten sollten. Am Ende wissen Sie, welche Bauart zu Ihrem Einsatz passt und ob sich ein altes Trafogerät noch lohnt.
Wie Trafo und Inverter arbeiten
Ein Transformatorgerät setzt die Netzspannung direkt mit einem großen Eisenkern und Kupferwicklungen auf eine niedrige Schweißspannung herunter. Einfache Modelle liefern Wechselstrom, mit Gleichrichter auch Gleichstrom. Der Strom wird häufig über Stufenschalter oder einen verschiebbaren Kern eingestellt.
Ein Inverter richtet den Netzstrom zuerst gleich, zerhackt ihn elektronisch mit hoher Frequenz und transformiert ihn dann über einen kleinen Trafo. Weil der Trafo bei hoher Frequenz viel kleiner sein kann, sinken Gewicht und Größe stark. Die Elektronik regelt den Strom fein und schnell, was Zusatzfunktionen ermöglicht.
Vergleich der wichtigsten Eigenschaften
Die Tabelle zeigt typische Unterschiede zwischen beiden Bauarten. Einzelne Geräte können abweichen, maßgeblich sind die Herstellerangaben.
| Kriterium | Inverter | Trafo |
|---|---|---|
| Gewicht | leicht, oft unter 10 kg | schwer, häufig ein Vielfaches |
| Netzanschluss | oft 230 V mit 16 A, größere auch 400 V | häufig 400 V oder hohe Stromaufnahme an 230 V |
| Wirkungsgrad | höher | niedriger |
| Stromeinstellung | stufenlos, digital | Stufen oder mechanisch |
| Zündhilfen | Hotstart, Arc-Force, Anti-Stick | meist keine |
| Lichtbogen | Gleichstrom, ruhig | bei AC-Geräten unruhiger |
| Empfindlichkeit | Elektronik empfindlich gegen Staub, Feuchte, Spannungsspitzen | robust, wenig Elektronik |
| Reparatur | Platinentausch, oft beim Hersteller | einfacher Aufbau |
Stromaufnahme und Hausanschluss
Ein häufiger Grund für den Inverter ist der Hausanschluss. Ältere Trafogeräte ziehen beim Schweißen hohe Ströme und lösen an einer normalen Steckdose leicht den Sicherungsautomaten aus. Inverter arbeiten effizienter und viele Modelle sind ausdrücklich für den Betrieb an einer 16-A-Haushaltssteckdose ausgelegt. Welche Sicherung nötig ist, steht im Datenblatt des Geräts.
Größere Geräte für dicke Bleche brauchen auch als Inverter einen 400-V-Anschluss. Eine fehlende Starkstromdose, eine zu schwache Zuleitung oder eine träge auslösende Sicherung sind keine Heimwerkeraufgabe. Lassen Sie neue Anschlüsse von einer Elektrofachkraft installieren. Lange, dünne Verlängerungskabel vermeiden Sie, weil sie Spannung kosten und warm werden können.
Hinweis:Arbeiten an der Hausinstallation, das Setzen einer 400-V-Steckdose oder der Tausch von Sicherungen gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Prüfen Sie Netzkabel und Stecker vor jedem Einsatz auf Schäden. Schweißen Sie nicht im Nassen, tragen Sie trockene Handschuhe und Sicherheitsschuhe.
Zündverhalten und Nahtqualität
Inverter bringen Hilfen mit, die besonders Anfängern helfen: Hotstart erhöht den Strom kurz beim Zünden, Arc-Force verhindert, dass der Lichtbogen bei zu kurzem Abstand abreißt, Anti-Stick schaltet den Strom ab, wenn die Elektrode festklebt. Dazu kommt ein gleichmäßiger Gleichstrom, mit dem auch basische Elektroden gut laufen.
Einfache Wechselstrom-Trafos zünden schwerer, und manche Elektroden laufen an ihnen nur eingeschränkt. Gleichrichter-Trafos liefern einen ruhigeren Lichtbogen, haben aber meist keine elektronischen Zündhilfen. Wer an einem alten Gerät Probleme beim Zünden hat, findet Lösungen im Beitrag Elektrode klebt am Werkstück fest. Die passende Stromstärke zum Elektrodendurchmesser liefert die Elektroden-Tabelle als Richtwert.
Welche Bauart für welchen Einsatz
Für Heimwerker, die mal einen Zaun reparieren, ein Gestell bauen oder an Landmaschinen schweißen, ist ein Inverter die praktische Wahl. Er passt in den Kofferraum, läuft an der Haussteckdose und hilft beim Zünden. Viele Inverter können zusätzlich Lift-WIG, manche sind als Kombigerät mit Drahtvorschub erhältlich.
Ein Trafogerät kann sinnvoll sein, wenn es günstig gebraucht zu haben ist, ein passender Starkstromanschluss in der Werkstatt bereits existiert und das Gerät fest an einem Platz bleibt. Für mobile Arbeiten, Arbeiten auf dem Dach oder in engen Räumen ist das hohe Gewicht ein klarer Nachteil.
- Mobil, Haussteckdose, Einstieg: Inverter
- Fester Werkstattplatz mit 400 V, gebrauchtes Gerät vorhanden: Trafo möglich
- Mehrere Verfahren in einem Gerät: Inverter-Kombigerät
- Betrieb am Stromaggregat: Inverter mit Freigabe des Herstellers
Haltbarkeit, Einschaltdauer und Gebrauchtkauf
Trafogeräte gelten als langlebig, weil wenig Elektronik verbaut ist. Inverter sind empfindlicher gegen Metallstaub, Feuchtigkeit und Überhitzung, moderne Geräte haben aber Schutzschaltungen gegen Übertemperatur und Über- oder Unterspannung. Halten Sie Lüftungsschlitze frei und blasen Sie Staub regelmäßig aus.
Für die Dauerbelastbarkeit zählt die Einschaltdauer bei einem bestimmten Strom, nicht die Bauart. Was die Angabe bedeutet, erklärt Einschaltdauer bei Schweißgeräten erklärt. Wer ein gebrauchtes Gerät kauft, sollte Kabel, Elektrodenhalter, Masseklemme und Lüfter prüfen. Für gewerbliche Nutzung schreibt die Prüfpflicht regelmäßige Kontrollen vor, siehe Wie oft Schweißgeräte geprüft werden müssen.
- Netzkabel und Stecker ohne Beschädigung
- Schweißkabel flexibel, Isolierung intakt
- Lüfter läuft, keine Brandspuren an den Lüftungsschlitzen
- Typenschild mit Netzanschluss und Einschaltdauer lesbar
Häufige Fragen
Ist ein Trafo-Schweißgerät besser für dicke Bleche? Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind der maximale Strom und die Einschaltdauer. Leistungsstarke Inverter schweißen dicke Bleche genauso, oft an 400 V. Eine Auswahl an Geräten finden Sie im Ratgeber Die besten Elektroden-Schweißgeräte.
Kann ich einen Inverter am Stromaggregat betreiben? Viele Hersteller geben das für ihre Geräte frei, teils mit Mindestleistung des Aggregats. Prüfen Sie die Anleitung, denn Spannungsschwankungen können die Elektronik belasten.
Warum fliegt bei meinem alten Trafo die Sicherung? Trafogeräte haben eine hohe Stromaufnahme. Eine passende Absicherung und Zuleitung muss eine Elektrofachkraft beurteilen.
Gibt es noch neue Trafogeräte? Ja, vereinzelt, vor allem einfache Modelle. Der Markt für Heimwerker wird aber klar von Invertern bestimmt, siehe auch Schweißgeräte für Heimwerker und Einsteiger.
Was Sie dafür brauchen
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
GYS ProGYS 200 CEL: auch für Zelluloseelektroden
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Telwin Maxima 160 Synergic: ab Werk Fülldraht, Gas optional
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
VECTOR WELDING CTM250 PRO: 7-in-1 mit HF-WIG und Plasma