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Problemlösung

Schlackeneinschlüsse beim Elektrodenschweißen: Ursachen und Lösungen

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Beim Elektrodenschweißen bildet die Umhüllung eine Schlackeschicht, die die Naht schützt und nach dem Erkalten abgeklopft wird. Gelangt die Schlacke dagegen in die Naht, entstehen Einschlüsse, die die Festigkeit mindern und bei der Nacharbeit als dunkle Stellen oder Löcher sichtbar werden. Dieser Beitrag zeigt, woran Sie Schlackeneinschlüsse erkennen, welche Ursachen es gibt und wie Sie die Schlacke sauber entfernen. Er richtet sich an Einsteiger und Heimwerker, die mit Stabelektroden schweißen.

Woran Sie Schlackeneinschlüsse erkennen

An der Oberfläche zeigen sich Schlackeneinschlüsse als graue oder dunkle Stellen in der Raupe, die sich nicht abklopfen lassen, oder als Rillen an den Nahträndern, in denen Schlacke festsitzt. Beim Schleifen öffnen sich oft kleine Hohlräume, aus denen Schlacke bröselt.

Innere Einschlüsse sehen Sie nur in einem Schnitt oder mit zerstörungsfreier Prüfung. Bei Übungsnähten lohnt es sich, ab und zu eine Probe durchzusägen. Das zeigt schnell, ob die Wurzel erfasst wurde und ob zwischen den Lagen Schlacke liegt.

Die häufigsten Ursachen

In fast allen Fällen fließt Schlacke dorthin, wo noch kein Metall geschmolzen ist. Die Tabelle zeigt typische Ursachen und Abhilfen.

Die richtige Technik gegen Schlacke

Das wichtigste Werkzeug gegen Schlackeneinschlüsse ist ein gut geführtes Schmelzbad. Die Elektrode sollte immer am vorderen Rand des Bades arbeiten und die Schlacke hinter sich lassen. Ein Neigungswinkel von etwa 10 bis 20 Grad schleppend drückt die Schlacke nach hinten.

Achten Sie auf das Bad: Flüssiges Metall glänzt hell, Schlacke ist dunkler und schwimmt oben. Wenn die dunkle Schicht das Bad überholt, sind Sie zu langsam oder zu kalt. Grundlagen zur Haltung zeigt Schweißen mit Elektroden: Anleitung.

  1. 1

    Strom nach Packungsangabe wählen, eher im mittleren bis oberen Bereich

  2. 2

    Kurzen Lichtbogen halten, etwa so lang wie der Kerndraht dick ist

  3. 3

    Elektrode schleppend führen, 10 bis 20 Grad geneigt

  4. 4

    Gleichmäßig vorwärts, das Bad nicht von der Schlacke überholen lassen

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    Nach jeder Lage abklopfen, bürsten, Kerben ausschleifen

Schlacke richtig entfernen

Lassen Sie die Naht kurz abkühlen, bis die Schlacke dunkel geworden ist. Dann klopfen Sie sie mit einem Schlackenhammer quer zur Naht ab und bürsten mit einer Stahlbürste nach. Bei Mehrlagennähten gehört ein Winkelschleifer mit Drahtbürste oder Schleifscheibe zum Standard, um Kerben zwischen den Raupen zu öffnen.

Bei basischen Elektroden haftet die Schlacke oft fester als bei Rutilelektroden. Das ist normal. Wichtig ist, dass keine Reste in Ecken und an den Nahträndern bleiben, bevor die nächste Lage kommt.

Hinweis:Abplatzende Schlacke ist heiß und scharfkantig. Tragen Sie beim Entschlacken eine Schutzbrille, auch wenn Sie den Schweißhelm hochgeklappt haben, sowie Handschuhe. Beim Schleifen Gehörschutz und Schutzbrille verwenden.

Elektroden richtig lagern

Feuchte Elektroden zünden schlechter, spritzen mehr und neigen zu Poren und unruhigem Bad, was Einschlüsse begünstigt. Lagern Sie Elektroden trocken, in der Originalpackung oder einer dichten Box. Basische Elektroden sind besonders empfindlich. Viele Hersteller geben Temperatur und Dauer für das Rücktrocknen auf der Packung an.

Beschädigte Umhüllungen mit Rissen oder abgeplatzten Stellen sollten Sie nicht verwenden. Mehr zur Auswahl der Sorte finden Sie in Elektrodenarten und welche man nimmt.

Wann ein anderes Gerät oder Verfahren hilft

Inverter mit Arc Force halten den Lichtbogen bei kurzer Bogenlänge stabiler, was gleichmäßiges Schweißen erleichtert. Wer sehr viele Nähte setzt und Schlacke als lästig empfindet, kann über MAG nachdenken, das ohne Schlacke auskommt. Eine Gegenüberstellung finden Sie in E-Hand oder MIG/MAG.

Geräte mit guten Schweißhilfen zeigt der Ratgeber Die besten Elektroden-Schweißgeräte. Für Einsteiger lohnt auch Schweißgeräte für Heimwerker und Einsteiger.

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Besonderheiten bei Mehrlagennähten

Bei dickeren Blechen und größeren Kehlnähten ist das Risiko für Schlackeneinschlüsse am größten, weil sich zwischen den Lagen Kerben bilden, in denen Schlacke hängen bleibt. Setzen Sie die Raupen so, dass sie sich etwa zur Hälfte überlappen und eine möglichst flache Oberfläche entsteht. Spitze Täler zwischen zwei Raupen sollten Sie vor der nächsten Lage ausschleifen.

Achten Sie auch auf die Flanken der Nahtvorbereitung. Ist der Öffnungswinkel zu eng, erreicht der Lichtbogen den Grund nicht, und Schlacke sammelt sich in der Tiefe. Hier hilft eine sauber angeschliffene Fuge mit ausreichendem Winkel und einem kleinen Spalt in der Wurzel.

Häufige Fragen

Warum lässt sich die Schlacke schlecht abklopfen? Bei basischen Elektroden haftet sie oft stärker. Auch zu wenig Strom oder Kerben am Nahtrand halten Schlacke fest.

Kann ich über Schlacke einfach drüberschweißen? Nein. Die nächste Lage schmilzt die Schlacke meist nicht auf, und sie bleibt als Einschluss in der Naht.

Ist eine Naht mit Schlackeneinschluss gefährlich? Sie ist schwächer. Bei tragenden Teilen sollte die Stelle ausgeschliffen und neu geschweißt werden.

Hilft mehr Strom immer? Etwas mehr Strom hilft oft, zu viel führt aber zu Einbrandkerben und Durchbrennen. Erhöhen Sie in kleinen Schritten.

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